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Sonderausstellung: Gebrochenes Schweigen – Frauen klagen Japan an

FOTOAUSSTELLUNG VON TAKASHI ITO

„Ich war eine ‚Trostfrau‘ der japanischen Armee.“

Anfang der 1990er Jahre brachen zahlreiche Frauen in verschiedenen asiatischen Ländern nacheinander ihr Schweigen und begannen die sexuelle Sklaverei durch das japanische Militär während des Asien-Pazifikkrieges (1931-1945) anzuprangern. Ihr mutiger Schritt löste nicht nur in Asien, sondern auch international politische, juristische sowie gesellschaftliche Debatten über die bisher kaum thematisierte sexuelle Gewalt an Frauen als Kriegsverbrechen aus.

Unmittelbar nach dem Coming-Out der ersten Zeugin Kim Hak-Sun im Jahr 1991, begann der Fotojournalist Takashi Ito mit den Frauen zu sprechen. Mit seinen Fotografien und den dazugehörigen Aussagen hält er ihre Geschichten fest und dokumentiert die ersten Schritte im Kampf um Gerechtigkeit. 

In der Ausstellung “Gebrochenes Schweigen” offenbaren Zeugnisse von 18 Frauen aus fünf Ländern ihr tiefes Leid, das sie 50 Jahre lang in sich tragen mussten. Die Fotografien wurden im Sommer 1993 zum ersten Mal in Berlin gezeigt und sind bis heute hoch aktuell: Sie mahnen uns eindringlich, dass die Wut und Trauer dieser und aller Frauen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, niemals in Vergessenheit geraten dürfen.

Eine Kollaboration der AG Trostfrauen des Korea Verbands und der Japanischen Fraueninitiative Berlin. Mit herzlichem Dank an Takashi Ito für die großzügige Bereitstellung seiner Fotografien und Begleitmaterialien der Ausstellung.

Ausstellungszeitraum: 11. Juni –18. August 2026
Ort: Museum der „Trostfrauen“ (Quitzowstraße 103, 10551 Berlin)
Öffnungszeiten: Dienstag und Sonntag, 14:00–18:00 Uhr (und nach Vereinbarung)

Begleitend zur Ausstellung finden folgende Veranstaltungen statt:

Dienstag, den 7. Juli 2026, um 18:00 Uhr Vorführung des Dokumentarfilms ‚Katarungan! Gerechtigkeit für die Lolas‘.

Dienstag, den 4. August 2026, um 18:00 Uhr den Film ‚Über den Ariang-Pass‘.

Freitag, den 14. August 2026, um 17:30 Uhr Gedenkzeremonie an der Friedensstatue Ari (ZK/U, Siemensstraße 27, 10551 Berlin) und Demonstration zur Lehrstelle (Birkenstraße/Bremerstraße) mit anschließender Führung durch die Ausstellung im Museum der „Trostfrauen“.

Dienstag, den 18. August 2026, um 18:00 Uhr Finissage mit dem Netzwerk gegen Feminizide und der partizipativen Kunstaktion ‚Sangre de mi Sangre‘.

Anlässlich der Ausstellung ist ein Katalog erschienen der die schwarz-weiß Fotografien und Zeuginnenaussagen der Betroffenen, sowie exklusive Farbfotografien von Takashi Ito enthält. Der Katalog ist im Museum sowie unter info@koreaverband.de für 14€ (zzgl. Versand) erhältlich.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!