Ankündigungen

Begleitprogramm zur Fotoausstellung „Gebrochenes Schweigen – Frauen klagen Japan an“ von Takashi Ito

Dokumentarfilm: „Crossing the Arirang Ridge“

Regie: Takashi Ito, 45 Minuten, Japan, 2003

Sprache: Koreanisch mit englischen Untertiteln

1998 in Pjöngjang, der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea):

„Ein Offizier kam in mein Zimmer und überfiel mich. Für mich, ein 16-jähriges Mädchen, war das schrecklicher als von einem Tiger angegriffen zu werden.“ So erzählte Kwack Kum Nyou als eine der Betroffenen der sexuellen Sklaverei der japanischen Armee dem japanischen Fotojournalisten Takashi Ito. Er befürchtete damals, dass die betroffenen Frauen in Nordkorea in Vergessenheit geraten würden, wenn kaum über sie berichtet wird. Daraufhin beschloss er, Frau Kwack mit seiner Kamera zu begleiten, und suchte sie deshalb fünf Jahre später zu Hause auf. Die Haustür wurde allerdings von ihrer Tochter geöffnet. Leider sei ihre Mutter nicht zu Hause.

Der Dokumentarfilm „Crossing the Arirang Ridge“ ist ein Werk, das nicht nur die Wut und das Leid der von der japanischen Armee als Sexsklavin gehaltenen Frau Kwack schildert, sondern auch tiefe und wenig bekannte Einblicke in ihre Familie sowie seltene Szenen aus dem Alltag in Nordkorea bietet.

Der Regisseur Ito berichtet nun, dass von den in Nordkorea 219 registrierten Betroffenen des japanischen Militär-Sexsklavensystems inzwischen alle verstorben sind. Wir müssen uns an die grausamen und unmenschlichen Taten der japanischen Armee, von denen sie zu ihren Lebzeiten berichtet haben, daher immer erinnern.

Einlass: 18:00 Uhr 

Beginn: 18:30 Uhr 

Eintritt: frei

Im Anschluss an die Filmvorführung ist eine Diskussionsrunde geplant.

Veranstalterinnen:

AG „Trostfrauen“ im Korea Verband e.V. und Japanische Fraueninitiative Berlin

Quitzowstraße 103, 10551 Berlin

U9 Birkenstraße / S-Bahn Westhafen